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23. Februar 2026
Autobahn-Beschäftigte bestreiken den Elbtunnel
Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde mit der Autobahn GmbH streiken die Beschäftigten in Hamburg und Halle (Saale).
Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorsitzender des VDStra. (Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten), betonte: „Wir erwarten bei den Verhandlungen am Mittwoch endlich eine Einigung. Die Arbeitgeberin war bereits auf einem guten Weg, hat aber kurz vor der Ziellinie gebremst. Aber blockieren können wir auch. Deshalb sind wir in den letzten Wochen bundesweit auf die Straßen gegangen und haben für mehr Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen protestiert.“
Bei dem Warnstreik am 23. Februar 2026 am Hamburger Elbtunnel sagte Dietmar Knecht, Vorsitzender des dbb Mecklenburg-Vorpommern: „Ohne die Beschäftigten der Straßen- und Verkehrsbetreibe gerät Deutschland ins Stocken. Das sehen wir hier im Elbtunnel bereits. Wir fordern deshalb von der Autobahn GmbH uns die entsprechende Wertschätzung die wichtige und gefährliche Arbeit ihrer Beschäftigten. 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr Einkommen müssen drin sein.“
Thomas Plaszczyk, stellv. Landesvorsitzender und des VDStra. Mecklenburg-Vorpommern stellv. Bundesvorsitzender, ergänzte: „Infrastruktur ist kein Selbstläufer. Unsere Kolleginnen und Kollegen planen und bauen Straßen, Tunnel und Brücken und halten sie instand. Wir bewegen Deutschland. Deswegen erwarten wir auch von der Autobahn GmbH, dass sie sich in Sachen Einkommen, Ausbildung, Krankenzusatzversicherung und Übernahme bewegt.“
In Halle (Saale) bestreikten am 24. Februar 2026 Beschäftigte der Autobahn-GmbH die Niederlassung ihrer Arbeitgeberin. Bei der Demonstration erklärte Plaszczyk: „Morgen wird in Berlin weiterverhandelt. Die Kolleginnen und Kollegen, die aus ganz Deutschland heute angereist sind, erwarten von der Autobahn GmbH klare Zusagen, was Einkommen, Ausbildungsentgelte und Krankenversicherung angeht. Die Argumente sind auf unserer Seite. Denn attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze sind gerade in Zeiten des Fachkräftemangels auch im Interesse der Arbeitgeberin.“
Hintergrund: Bislang waren die Einkommensrunden der Autobahn GmbH an die TVöD-Einkommensrunden gekoppelt. 2026 wird separat verhandelt. Rund 15 000 Beschäftigte sind betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist auf den 25. und 26. Februar 2026 angesetzt.
Forderungen: Der dbb fordert 7 Prozent mehr Lohn bei einem Mindestbetrag von 300 Euro als soziale Komponente. Auch die Ausbildungsentgelte müssen um 300 Euro steigen. Bei erfolgreichem Abschluss der autobahninternen Ausbildung muss die Übernahme in die Erfahrungsstufe 2 erfolgen. Weiter erwartet der dbb die Einführung einer wertigen betrieblichen Krankenzusatzversicherung und die volle Bezahlung von höherwertigen Tätigkeiten ab dem 1.Tag der Übernahme.
Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de
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